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[BARBAREN!] Rezension

Montag, 23. November 2009

Barbaren! ist ein Rollenspiel geschrieben von Fran Tarcikowski und erschienen in der Pocket-PRG-Reihe von Prometheus Games. Barbaren! Ist ein Rollenspiel voller Klischees, Sex und Gewalt.

Der Titel ist Programm. Bei Barbaren! spielt jeder Mitspieler einen Barbaren, männlich, muskulös, und mächtig bestückt, deren wichtigste, um nicht zu sagen einzigen Lebensziele Kämpfen und Ficken ist. Frauen und Nicht-Barbaren sind nicht als Spielercharaktere gedacht, und reine NSCs. Dabei legt das System mehr Wert auf gutes Erzählen und Beschreiben, als darauf, in reine Hack&Slay-Würfelorgien zu verfallen.

Mittelpunkt des Systems ist der Kampf und das Umwerben schöner Frauen (mit dem Ziel diese flachzulegen), wobei Kampf und Liebeswerben die selben Regeln verwenden. Hier kommen auch die anderen Werte zum Einsatz. In Nicht-Kämpfen-Nicht-Werben-Situationen kommen maximal Stärken oder Schwächen zum Einsatz.

Als Grundfertigkeit des Systems dient das Attribut Männlichkeit, was bei jedem Würfelwurf die Basis ist. Dazu kommen situationsbedingt noch weitere Werte wie Gefährlich, Aufregend, Geil und Aggro, sowie eventuelle Stärken und Schwächen. Alle Männlichen Wesen, ob Barbar, Fremdländer oder Tier besitzen Männlichkeit, alle weiblichen Wesen hingegen Weiblichkeit (die Regeltechnisch aber genauso funktioniert)

Eine weitere Eigenheit des Systems ist es, dass man durch kämpfen scharf auf Sex wird (der Geilwert steigt) und durch Sex zu Gewalttaten hingerissen wird (der Aggrowert steigt).

Ein Outgame-Element, um Atmosphäre und Beschreibungen durch die Spieler zu fördern, ist der Schädel. Dieser wird immer an den barbarischsten Spieler vergeben, dieser erhält nur durch die anderen Mitspieler eine bevorzugte Behandlung (ja der Spieler, nicht der Charakter). Der Schädel kann von jedem jederzeit gefordert werden, wenn er sich für den barbarischsten Barbaren hält, die anderen müssen aber zustimmen, und kann verloren werden, wenn man sich unbarbarisch verhält.

Das Spiel hat einen klar satirischen Charakter, und lebt letzten Endes von Klischees. Das durchschnittliche Spiel verläuft auf einen sehr niedrigen (sprachlichen und moralischem) Niveau, auf das man sich auch einlassen können muss. Die Bezeichnung „Ein Porno als Rollenspiel“ trifft durchaus zu.

Insgesamt ein Spiel, welches Spaß machen kann, wozu man aber auch die passenden Spieler braucht.

[RPC] Ein schöner Tag in Köln

Sonntag, 5. April 2009

Gestern waren Jenny und ich auf der RPC. Geplant war ein paar neue Games auszuprobieren, ich habe eine Runde PP&P angeboten, und wir wollten mein Exemplar von Herr der Labyrinthe abholen.

Also gings morgens früh um acht mit der Bahn los nach Köln. Wir waren gut 30 Minuten vor Öffnung der Tore da, und es waren bereits sicherlich gut 1000 bis 2000 Leute am warten. Auffallend viele Gewandete dabei. Wir haben hier auch bereits einige bekannte Gesichter getroffen.

Sehr heraustachen eine Gruppe von StarWars-Gewandeten, welche den Eingang flankierten kurz vor Eröffnung, sehr sehr gut gemacht.

Nachdem wir dann drinnen waren, am Eingang wurde übrigens künstliches Gedränge erzeugt, dadurch, dass man eben nicht alle möglichen Durchgänge geöffnet hatte, und mitten in die Gänge Gimikverteilerinnen gestellt hatte.

Halle 1 haben wir dann recht schnell hinter uns gelassen, um uns im Rollenspielbereich gütlich zu tun. Da wir gleich auf einen LORP-Stand trafen, habe ich mir die aktuelle Abenteuer geholt, eines der Exemplare mit Fehldruck. Danach folgte ein Besuch bei den DragonCats.

Danach haben wir Prometheus Games einen Besuch abgestattet, einen Blick in Savage Worlds geworfen, und schließlich Nordis gespielt.

Danach folgten Besuche auf der Indie-Insel, Pegasus, Heidelberger und dem GfR. Sehr erfreut war ich, dass Moritz vom Labyrinth Lord doch tatsächlich von meinem Namen auf mein Blog schließen konnte. (Ich sollte wirklich mal nachschauen, wieviel Leute das Blog eigentlich lesen). Ausserdem haben wir uns den Mittelaltermarkt angesehen.

Ab 14 Uhr habe ich dann PP&P geleitet, die Runde blieb zwar klein (3 Spielerinnen, eine davon Jenny), aber sie war sehr nett und lustig.

Im Anschluss haben wir dann noch Opus Anima gespielt, sowie Scion (die beste Runde des Tages unserer Meinung nach). Bei Opus Anima kam leider der Hintergrund (und der ist bei groteskem Horror ja doch sehr wichtig) leider zu kurz. Scion bei 8t88 ist einfach nur empfehlenswert zu spielen.

Dann sind wir zu Ulisses, um uns zum Prophezeiungsheftchen zu erkundigen. Dort haben wir es dann auch gleich gekauft.

Als Abschluss haben wir uns dann noch die Gamer-Halle angesehen, und sind dann gemütlich zum Kölner Hauptbahnhof gelaufen, um wieder nach Bochum zurückzufahren.

Insgesamt eine schöne Messe, aber für 2 Tage (wie wir ursprünglich geplant hatten) wird Nicht-Gamern dann doch zu wenig geboten.

Da ich mehrfach gefragt wurde nach weiteren PP&P-Runden. Ich werde auf der FeenCon in Bonn mindestens 2 PP&P-Runden anbieten, auf der RatCon in Dortmund (so sie nicht von der Stadt Dortmund verboten wird) eine Runde, auf der KrähenCon in Krefeld ein oder zwei Runden. Und vielleicht komme ich noch zur ein oder anderen weiteren Con.