Artikel-Schlagworte: „Kreativität“

Kritik mit den Füssen

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Mark Wachholz vom Alveran.org Forum kritisiert in diesem Threat, dass  die Kritiker immer an der falschen Stelle kritisieren, dass sie zu wenig meinungsbildend vorgehen, sich verzetteln (,und noch ein paar andere Sachen). Ja, er wirft der deutsche RPG-Blog-Szene sogar vor Tot zu sein.

Was ist da nun dran?

Ließt man die deutschen RSP-Blogs, so findet sich relativ wenig Kritik an Produkten der DSA-Reihe, oder auch anderer Rollenspiele und ihrer Produkte, da hat Mark nicht ganz unrecht.

Was man hingegen viel findet, sind Werkstattberichte eigener Produkte, Spielberichte, Tipps zu Spiel und Leiten.

Und dort liegt auch meiner Meinung nach das, was Mark übersieht. Wir sind Rollenspieler, wir sind sind kreativ tätig. Wir meckern nicht, wir packen an.

Uns passt die Lage einer Stadt nicht, dann verschieben wir sie. Uns passt die Größe eine Kontinentes nicht, wir passen die Größe an. Uns passt die Wirkung einer Regel nicht,  wir schaffen eine Hausregel.

Im Gegensatz zu Büchern oder Filmen, ja sogar Brett- oder Kartenspielen, müssen wir nichts so nehmen, wie die Verlage und Autoren sie uns liefern. Wir können alles für unsere Zwecke beliebig anpassen, ändern und ignorieren. Und wir sind es gewohnt, es ständig zu machen. Sonst könnte keiner von uns leiten.

Unsere Kritik liegt nicht darin, dass wir dicke Rezensionen schreiben, oder ausführlich unsere Kritik in Threats äussern, nein,  wir kritisieren, in dem wir Hausregeln machen, Karten verändern, und eigene Metaplots schaffen.

Warum 2 oder 3 Stunden investieren, einen ausgefeilten Text zu schreiben, um meine Kritik in Worte zu fassen, um zu beschreiben, wo ich die Inkonsequenzen im Regelwerk sehe (zum Beispiel bei DSA, dass es 2 Hauptwürfelsysteme plus einen Haufen Nebenwürfelsysteme gibt), wo ich die Schwierigkeiten in Szenarioentwürfen sehen (zum Beispiel bei DSA, dass sowohl “Von eignen Gnaden” als auch “Die Herren von Chorhop” kaum Aussagen zur Wirtschaft treffen), als auch im Metaplot (zum Beispiel bei DSA, warum es einfach nur unlogisch ist, dass die Fliegende Festung in Gareth abstürzt, obwohl es der Praiospriesterschaft ein leichtes gewesen wäre, sie weit vor der Stadt zum Absturz zu bringen). Ich kann in der Zeit lieber den Metaplot drehen, die Tabellen entwickeln, und die Regeln anpassen.

Mark fordert in seinem Beitrag ganz konkret, dass, “denen das Hobby so viel bedeutet, dass sie Zeit und Energie aufwänden”, und ich sage, genau das passiert. Sie machen nur nicht dass, was Mark im zweiten Teil des Zitates anführt “um auch umfassende Kritik zu äußern“, sondern sie nutzen diese Energie, um Sachen für sich zu ändern.  Und mit etwas Glück machen sie diese Änderungen öffendlich.

Warum sind dann die Foren voll mit Kritik. In Foren bekommt man einfach am schnellsten und am meisten Feedback (und sei es in Form von Sockenpuppen). Will ich mich selbst dastellen, oder einfach nur Luft ablassen, ist ein Forum das ideale Medium. Ein Blogartikel, der, wie Mark schon richtig bemerkte, ausgefeilter ist, und eine Öffendlichkeit erreichen will. Da ich eine Situation für mich im Spiel bereits geändert habe, oder Pläne habe, sie zu ändern, warum dann noch den Verlag kritisieren. Besser ist es doch, meine Änderung zu veröffendlichen.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass sich dann aber auch nichts an der Gesamtsituation für das Produkt ändert. Das ist richtig. Aber für die langfristige Änderung üben wir unsere Kritik unbewußt aus. In dem wir dem Rollenspielladen fernbleiben, und eben kein Produkt kaufen. Wir machen es ja eh selbst.

[DSA] Zauberpatzer

Samstag, 11. April 2009

Beim Schwarzen Auge kommt es ja gelegentlich zu Zauberpatzern. Dann ist man als Spielleiter ja angehalten, sich einenEffekt zu überlegen, wie den sich das Schiefgehen ausdrück.

Auch wenn ich gerne kreativ bin, aber oft fällt einem genau dann spontan nichts ein.

Auf der RPC habe ich nun Nornis gespielt, wo der Supporter eine interessante Methode angewand hat, bei einem Patzer etwas zu erzeugen. Er hat auf die verschiedenen Merkmal, Ziele, usw. des Zaubersystems gewürfelt. Dadurch bekommt man natürlich guten Anschub für die Kreativität.

Wir sprechen hierbei natürlich vorallem von der Doppel-20.

Nun habe ich einige Tage darüber nachgedacht, wie man sowas für DSA umsetzen kann. Herauskam folgende Idee:

Merkmal bestimmen (W20)

1. Antimagie 
2. Dämonisch
3. Eigenschaften
4. Einfluss
5. Elementar
6. Form
7. Geisterwesen
8. Heilung
9.Hellsicht
10.Herrschaft
11. Illusion
12. Kraft
13. Limbus
14. Metamagie
15. Objekt
16. Schaden
17. Telekinese
18. Temporal
19. Umwelt
20. Verständigung 

(Ja, zwei Merkmale fehlen, und zwar Beschwörung und Herbeirufung, empfinde die als zu unpassend, und so passt es schön mit dem W20, einen W24 haben einfach zu wenig Leute)

Ziel (2W6)

2. weitest entferntestes (in Sicht) kulturschaffende Wesen oder Objekt an weitest entferntestes kulturschaffenden (in Sicht) Wesen
3. nächstes kulturschaffende Wesen oder Objekt an nächstem kulturschaffenden Wesen
4. nächstes Wesen oder Objekt
5. Ziel des Zaubers
6. Zaubernder
7. Zaubernder
8. Zaubernder
9. Ziel des Zaubers
10. nächstes Wesen oder Objekt
11. am engsten mit dem Zaubernden verbunden
12. alle im Sichtbereich

Wirkung (W3)

1. postitiv
2. negativ
3. negativ

Dauer (W6)

1. 1W6 Kampfrunden
2. 1W6 Minuten
3. 1W6 Spielrunden
4. 1W6 Stunden
5. bis Sonnenuntergang
6. 24 Stunden

Kosten (W20)

Gerade Zahlen werden zu den Kosten des eigentlichen Zaubers dazuaddiert, unsgerade Zahlen werden abgezogen. Sollte der Zauber dadurch negative Kosten bekommen, kriegt der Anwender sogar ASP dazu, sollten die ASP nicht reichen, gehts an die LeP

Nebeneffekte (2W6)

2.  Ein Kobolt taucht auf
3. Ein Mindergeist erscheint
4. ein Blume blüht auf
5. es duftet nach Regen
6. kein Nebeneffekt
7. kein Nebeneffekt
8. kein Nebeneffekt
9. ein Grollen ist zu hören
10. ein Baum verliert seine Blätter
11. ein Mindergeist erscheint
12. ein Geist erscheint.